Getriebe
Spielbehaftung
Definiertes mechanisches Spiel zwischen Zahnflanken, Lagerringen oder Führungselementen — ein fertigungstechnisch unvermeidliches oder bewusst eingestelltes Freiheitspotential, das Positioniergenauigkeit und Steifigkeit beeinflusst.
Definition
| Klasse | Flankenspiel | Anwendung |
|---|---|---|
| Spielfrei (P0) | < 1 Bogenminute | Robotik, Messtechnik |
| Reduziertes Spiel (P1) | 1–3 Bogenminuten | Servomotoren, CNC |
| Standard (P2) | > 3 Bogenminuten | Allgemeiner Maschinenbau |
Praxisrelevanz
Bei einfachen Förderbandantrieben oder Rührwerken ist Spielbehaftung problemlos und sogar vorteilhaft für die Lebensdauer. In Servo-Positionierachsen oder Robotergelenken hingegen sind spielfreie Getriebe mit Vorspannung unerlässlich. Die Entscheidung zwischen spielbehaftet und spielfrei hat direkte Auswirkungen auf Preis, Genauigkeit und Lebensdauer.